Aktuelles

zur Entwicklung der Beratungen rund um die Pfadfinder-Jugendarbeit

Die Pfadfinder-Jugendarbeit

Wie sich erwiesen hat, bedarf der seit 70 Jahren bestehende Pfadfinderstamm St. Andreas einer Neustrukturierung.

Nachdem in Presse, TV und Hörfunk sehr ausführlich darüber berichtet wurde und das Thema in einer breiten Öffentlichkeit Interesse gefunden hat, berichten wir hier über den wesentlichen Fortgang der Beratungen.

Es wird ein weiterer Informationsabend am (TERMINÄNDERUNG!) 17. Dezember 2019 um 20 Uhr in der Bogenstraße 28 stattfinden, zu dem wir Sie hiermit herzlich einladen.

10.12.19 Zur heutigen Berichterstattung über einen Auszug der Pfadfinder

Zum verkündeten Auszug des Pfadfinderstamms aus den Räumen der Kirchengemeinde St. Andreas

Über eine Pressemitteilung haben wir am 10.12.2019 erfahren, dass die Pfadfinder*innen vorübergehend die Räume der Gemeinde verlassen. „Übergangsweise finden die Sippenabende in anderen Räumen statt“.

Dem Kirchengemeinderat ist darüber bisher nichts von den leitenden Ehrenamtlichen des Pfadfinderstamms mitgeteilt worden.

Der Kirchengemeinderat (KGR) hat erklärt:

Das Ziel des Runden Tisches ist der Fortbestand der Pfadfinderarbeit in der Gemeinde St. Andreas. Der Runde Tisch soll bis 31.05.2020 einen Vorschlag erarbeiten, wie die Jugendarbeit des Pfadfinderstammes St. Andreas im Verhältnis zur Kirchengemeinde künftig neu strukturiert werden kann.

Dabei geht es stets darum, dass die Jugendarbeit so transparent organisiert wird, dass dieGemeinde sie in jeder Hinsicht gut verantworten kann: in finanzieller Hinsicht, in Blick auf die Versicherung, in Hinsicht auf den Schutz des Wohls der Jugendlichen (Prävention). Da gibt es Defizite, über die wir seit Monaten in wechselnden Runden sprechen. Wir werfen keinem Ehrenamtlichen im Einzelnen Versäumnisse vor, sondern wollen miteinander erarbeiten, wie die Verantwortlichen der Kirchengemeinde so umfassend informiert werden können, dass der KGR die Pfadfinderarbeit verantworten kann.

Es steht keine Drohung mit einem Rauswurf im Raum.

Die Pfadfinder sind am Runden Tisch gut repräsentiert. Der KGR entsendet aus seinen Reihen einen aktiven Pfadfinder, die Jugendlichen können selbst zwei Ulanen (Gruppenleiter) entsenden, drei Eltern aus der Pfadfinderschaft sind dabei, zwei Sachverständige vertreten die Jugendarbeit der Landeskirche und des Kirchenkreises, ein weiterer Kirchenvorsteher und eine Pastor komplettieren die Runde. Die Pfadfinder waren durch ihre Vertreter im KGR bei den Beratungen und Beschlüssen zum Runden Tisch gut vertreten, und der KGR ist das demokratisch gewählte Leitungsgremium der Gemeinde.

Leider haben die Pfadfinder*innen ihre Vertreter noch nicht benannt

Solange der Runde Tisch arbeitet, so hat es am 25.11. der KGR beschlossen, sollte die Arbeit der Pfadfinder so reibungslos wie möglich und rechtlichen Anforderungen entsprechend weitergehen können. Es wird für diese Zeit z.B. eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen und ein Verfahren für die Abrechnung von Fahrten über unser Gemeindebüro entwickelt.

Ulanen (jugendliche Gruppenleiter) wollten das mit den Hauptamtlichen besprechen, sie sind dazu eigens auf die Pastorin und den Pastor zugekommen, und verabredet war, dies beim folgenden Ulanen-Treffen zu besprechen.

Wir haben dann unmittelbar, nachdem der Runde Tisch beschlossen war, festgestellt, dass sich keine Sippen mehr in unseren Räumen trafen. Das Ulanen-Treffen, das im Gemeindesaal sein sollte, fand nicht statt, ohne dass wir eine Nachricht bekommen hätten. Wir haben wiederholt nachgefragt, bekamen aber keine Antwort. Die Möglichkeit, direkt mit verantwortlichen Jugendlichen zu sprechen, was diese selbst vorgeschlagen hatten, war nicht mehr gegeben.

Jetzt erfahren wir aus einer Pressemitteilung, dass unsere Pfadfinder andere Räume nutzen. Es ist unklar, was dies für den Status der Pfadfinder als Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde bedeutet.

Der Vorgang veranschaulicht die Intransparenz, wie wir sie in den vergangenen Jahren immer wieder vonseiten leitender Ehrenamtlicher der Pfadfinder erleben.

Die Konflikte in unserem Kirchengemeinderat sind in der Tat eng verzahnt mit den Konflikten um die Organisation der Pfadfinder. Sie sind aber nicht deren Ursachen. Beides bedingt sich gegenseitig. Deshalb strebt der KGR ein Mediationsverfahren an, gleichzeitig wird der Runde Tisch wie vorgesehen an Lösungen für eine künftige Pfadfinderarbeit suchen.

Gemeindeleitung St. Andreas

06.12.2019 - Info-Brief an die Gemeinde und die Eltern

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Eltern von Pfadfindern,

vielleicht haben Sie sich in den letzten Wochen gefragt, was da eigentlich los ist in Ihrem Kirchengemeinderat. In Zeitungen und sozialen Netzwerken wurde davon berichtet, dass die Gemeinde sich von ihrem Pfadfinderstamm trennen möchte. Eltern und Jugendliche haben dagegen vor unserer Kirche demonstriert, offiziell erfuhr man wenig. Es tut uns leid, wenn Sie diese Situation verunsichert hat. Das lag auch daran, dass wir als Kirchengemeinderat – aus Gründen der Vertraulichkeit – lange wenig berichtet haben. Wir möchten Sie heute über die Geschehnisse aus unserer Sicht informieren.

Schon seit mehr als anderthalb Jahren gibt es in unserem Gremium große Uneinigkeit darüber, wie es mit der Pfadfinderarbeit weiter gehen kann. Der Pfadfinderstamm Sankt Andreas ist seit 70 Jahren ein Teil der Gemeinde. Die Jugendlichen treffen sich in den Räumen der Kirche, sie waren über die Gemeinde versichert und werden finanziell unterstützt. Ihre Fahrten und Andachten organisieren sie zwar selbst, als Gemeinde wünschen wir uns aber, dass die Jugendlichen im regelmäßigen Austausch mit einer Pastorin oder einem Pastor stehen. Die Gemeinde trägt die Verantwortung für die Jugendarbeit, sie ist dazu verpflichtet, die Finanzen (z. B. Mitgliedsbeiträge, Spenden) und Strukturen (Teilnehmer_innen, Gruppenleiter_innen etc.) des Stammes zu kennen, um die Kinder zu versichern und ihre Daten zu schützen.

Leider haben wir seit einigen Jahren keine Möglichkeit, vollständig Einblick in diese Prozesse zu nehmen. Deshalb konnten wir bisher auch nicht mit Ihnen, liebe Eltern und Kinder des Pfadfinderstammes, direkt in Kontakt zu treten. Der Grund dafür ist – und darüber haben wir lange geschwiegen, weil wir es für ein internes Problem hielten –, dass einzelne Mitglieder unseres eigenen Gremiums aktiv verhindern, dass die Pfadfinderarbeit für uns alle transparenter wird, während sich die Mehrheit unseres Gremiums schon lange dafür ausspricht.

Der Umgang miteinander hat sich seit der letzten Kirchengemeinderats-Wahl stark verschlechtert. Die Personen, die offenbar nicht an einer offenen Zusammenarbeit zwischen Pfadfinderstamm und Gemeinde interessiert sind, haben das eigene Gremium verklagt. Unseren Vorsitzenden greifen sie mit persönlichen Beleidigungen an. Viele unserer Sitzungen werden mittlerweile vom Propst moderiert, wir stehen im ständigen Austausch mit der Stabstelle Recht des Kirchenkreises. Dennoch können wir – solange die Pfadfinderarbeit weiterhin derart umstritten ist – schwer die Gemeinde leiten.

Wir überlegen daher seit längerer Zeit, uns vom Pfadfinderstamm zu lösen. Wir wollen damit keinesfalls Kinder und Jugendliche aus unserer Gemeinde ausschließen. Jugendarbeit ist die Basis jeder lebendigen Gemeinde – und auch in Zukunft wird es bei uns Angebote für junge Menschen geben. Doch eine Mehrheit des Rates ist sich einig, dass wir mit den Strukturen des jetzigen Stammes nicht weiterarbeiten können. Nun gibt es große Aufmerksamkeit für die Zukunft des Pfadfinderstamms. Wir haben daher entschieden, die jugendlichen Pfadfinder selbst und ihre Eltern an den Beratungen zu beteiligen. Sie werden mit Expertinnen für Jugendarbeit und Vertretern des Kirchengemeinderats an einem Runden Tisch überlegen, wie es weitergehen kann. Wir unterstützen diese Möglichkeit, dass alle Beteiligten ins Gespräch kommen.

Wir möchten auch Sie auf dem Laufenden halten. Es wird ein weiterer Informationsabend am 17. Dezember um 20 Uhr in der Bogenstraße 28 stattfinden, zu dem wir Sie hiermit herzlich einladen.

Bitte sprechen Sie uns auch jederzeit mit Ihren Fragen an.

Herzliche Grüße und eine gesegnete Adventszeit,

Ihr Kirchengemeinderat St. Andreas

06.12.2019 - Besetzung Runder Tisch

Zum Suchen und Finden neuer Wege für die Pfadfinderarbeit in St. Andreas hat der KGR nun einen Runden Tisch beauftragt.

Das Ziel des Runden Tisches Tisches ist der Fortbestand der Pfadfinderarbeit in der Gemeinde St. Andreas. Sein Auftrag lautet, für den Kirchengemeinderat einen Vorschlag zu erarbeiten, wie die Jugendarbeit des Pfadfinderstammes St. Andreas im Verhältnis zur Kirchengemeinde künftig neu strukturiert werden kann.

An den Runden Tisch hat der KGR berufen: Ulrich Wickert, Leif Bothmann und Katrin Greve als Eltern von PfadfinderInnen, Annika Woydack und Doris Hamer als Fachberaterinnen, zwei Jugendliche aus dem Kreis der Ulanen, die noch von den PfadfinderInnen zu benennen sind, Stefan Langhein und Hanns-Georg Hanl als Kirchenvorsteher und Dr. Kord Schoeler aus dem Pfarramt der Kirchengemeinde.

U. a. über den Runden Tisch werden Eltern und Interessierte auf einem Info-Abend am 16.12. um 20.00 Uhr Bogenstraße 28 informiert.

Der Kirchengemeinderat St. Andreas Harvestehude

 

27.11.2019 - Weitere Beratungen

Zum Fortgang der Beratungen in Sachen Pfadfinderarbeit an St. Andreas Harvestehude

Wie vorgesehen hat der Kirchengemeinderat am Montag, den 25. November 2019 getagt. Unter der Leitung von Propst Dr. Martin Vetter und der Moderation des Leiters der Stabsstelle Organisationsentwicklung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost Jürgen Barth hat das Gremium die Einrichtung eines „Runden Tisches“ beschlossen. Dieser soll bis zum 31.05.2020 eine vollständige Neu-Entwicklung der Struktur der an St. Andreas angesiedelten Pfadfinder ausarbeiten.

Dazu zählen sämtliche Themen wie die Art der Eigenorganisation, der Angliederung an oder Eingliederung in die Verwaltungsstrukturen der Gemeinde, eine Verbandszugehörigkeit, sämtliche rechtliche Fragen, die inhaltlich-philosophische und theologische Ausrichtung, die Finanzierung, Versicherung usw. bis hin zur Entwicklung einer pädagogischen Konzeption unter Berücksichtigung gängiger verpflichtender Vorgaben. Es soll umfängliche Transparenz hergestellt werden, die Einhaltung der Ordnungen der Kirchengemeinde und des landeskirchlichen Rechts muss künftig nachhaltig gewährleistet sein.

An diesen Runden Tisch berufen werden Mitwirkende aus den Reihen der Gemeindeleitung (Pastor/in, KGR), fachlich qualifizierte Mitarbeiter aus Jugendpfarramt/Jugendarbeit von Nordkirche und Kirchenkreis, eine Gruppe von Eltern sowie im besonderen ein Abordnung der als Gruppenleiter der Pfadfinder agierenden Ulanen, um eine Zusammenarbeit mit den Gruppen auf einer neuen Ebene zu installieren.

Die Namen der Berufenen werden bekannt gegeben, sobald alle feststehen.

Der Runde Tisch soll auch einen Vorschlag machen, wie die Vertretung der Jugendlichen künftig organisiert werden soll. Bis die Belange der Pfadfinderarbeit neu geordnet sind, werden die administrativen Fragen der Pfadfinderarbeit (Abrechnung, Termin- und Raumabsprachen usw.) zwischen Hauptamtlichen (Pastoren, Büro) und Stammes- und Sippenführung (Stammesführer, stellv. Stammesführer, Ulanen) besprochen.

Wir hoffen sehr, damit eine tragfähige Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit in Sachen Weiterführung einer Pfadfinderarbeit in unserer Gemeinde geschaffen zu haben.

Pastor Dr. K Schoeler/H.-G. Hanl KGR/R. Koch Presssprecher Kirchenkreis HH-Ost/Propst Dr. M. Vetter

22.11.2019 - Zum ersten Info-Abend

Am Donnerstag, den 21. November hat der angekündigte und sehr gut besuchte Informationsabend zum Thema Pfadfinder stattgefunden, nachdem viele Eltern ihr Interesse an dem für sie plötzlich auftretenden Konflikt bekundet hatten. Ziel war, einen Eindruck davon zu geben, warum die Zusammenarbeit zu scheitern drohte.

Der Abend begann mit einer Entschuldigung der Pfadfinderschaft für ihr Verhalten anlässlich der Demonstration während der KGR-Sitzung am vergangenen Dienstag, die als wichtige und deutliche Geste wahrgenommen wurde. Auch Pastor Schoeler als Vorsitzender des Kirchengemeinderates hat Versäumnisse und Fehler im Vorgehen eingeräumt, so dass eine Basis für weitere Beratungen und Verhandlungen gegeben ist.

Schon kurz vor dem Informationsabend ist der Kirchengemeinderat grundsätzlich übereingekommen, dass Pfadfinder in der Gemeinde als Jugendarbeit gehalten werden sollen. Damit konnten Pastor Dr. Kord Schoeler und Propst Dr. Martin Vetter unmittelbar auf das Angebot aus den Reihen der Pfadfinder eingehen und dem Wunsch vieler Eltern nachkommen – am kommenden Montag kann deswegen in einer weiteren Sitzung zum Beispiel über die Einrichtung eines „Runden Tisches“ beraten werden, um eine allseits tragfähige Lösung zu erarbeiten.