Die Steinmeyer-Orgel

Neobarock geprägter Orgelbau, zukünftige Denkmalorgel

Ein prächtiger Klang

Seit nunmehr rund vier Jahren spiele ich zu vielen Anlässen die Steinmeyer-Orgel in St. Andreas. Sie steht wie eine Königin im Kirchraum, sie begleitet, inszeniert und feiert das Gotteslob mit. Die Orgel in all ihrer Vielseitigkeit, von zarten Flötenstimmen bis zu prächtigen Klangkronen erschließt sich mir wie ein Orchester, das ich mit zwei Händen und zwei Füßen bedienen darf.

Manchmal, zum Beispiel wenn ich über einen Choral improvisiere, erscheint es mir hin und wieder, als würden die Farben dieses Instruments selbst die Stimme erheben und mir ihr Lied singen. Dann höre ich zu und tauche ein in den Klangraum, der nur dieses eine Register oder jene Kombination von Pfeifen an diesem charakteristischen Instrument öffnen kann. Am liebsten übe ich spätabends und nachts, wenn es richtig dunkel und still ist.

Ich freue mich, wenn sich Gottesdienstbesucher für die Orgelmusik bedanken, wenn Kinder staunen, wie sich die Jalousien öffnen und schließen oder wenn Konzertbesucher ein bekanntes Stück neu kennen und lieben lernen.

Jasmin Zaboli, Kantorin

Einzigartige Musikkultur im Stadtteil

Kennen Sie das größte Musikinstrument in Ihrer Nachbarschaft? Die Orgel in St. Andreas in der Bogenstraße ist einzigartig: Das große Orgelgehäuse beherrscht den Raum, in den neogotisch angelegten und 1951 überarbeiteten Kirchraum setzt es mit seiner Linienführung stilistisch den nüchternen Akzent der Nachkriegsmoderne.

Der Klang führt dann in einen ganz anderen Bereich. Die neobarocke Orgel in diesem gar nicht sehr großen Raum erzeugt geradezu einen Kathedral-Klang, sie weitet den Raum, lässt ihn größer erscheinen, bzw. „erhören“, jedoch ohne das Verschwimmen und Verhallen des Tons in tatsächlich sehr großen Kirchen.

So etwas hören Sie nur hier. Wir laden Sie herzlich ein: zu unseren Konzerten und Gottesdiensten, in denen die Steinmeyer-Orgel erklingt, und zum kleinen oder großen Engagement für dieses besondere Kulturgut.

Sie merken: wir wollen werben, für ein Projekt, dass diese große geheimnisvolle Orgel erhalten und überdies noch farbenreicher, subtiler und prächtiger machen soll.

Lernen Sie sie kennen, und lassen Sie sich gelegentlich begeistern, es gibt nicht viele davon.

Pastor Dr. Kord Schoeler

Jahre

Register

Manuale

Tonnen Gewicht

Die Orgel – Königin der Instrumente.

Neobarock geprägter Orgelbau, zukünftige Denkmalorgel: Unsere Steinmeyer-Orgel gestaltet Gottesdienste ebenso mit wie sie solistisch bei Orgelkonzerten auftritt oder Sänger begleitet. Jetzt steht eine Sanierung an.

Unsere dreimanualige Steinmeyer-Orgel mit 45 Registern ist mit überraschend vielseitigen und faszinierenden musikalischen Möglichkeiten ausgestattet, die der Begleitung von Gottesdiensten und Chorkonzerten ebenso klangvoll gerecht werden wie sie große Werke der Kirchen- und Orgelmusik zur Geltung zu bringen vermag. Mittlerweile ist es dringend an der Zeit, eine Grundreinigung vorzunehmen, das Pfeifenwerk zu überholen und die Elektrik zu einer zeitgemäßen Elektronik zu modernisieren.

Fast ein halbes Jahrhundert schon begleitet und bereichert sie uns

In Auftrag gegeben wurde unsere jetzige Steinmeyer-Orgel 1969, nachdem die vorige Orgel wegen ihres Zustandes und ihrer ungünstigen Aufstellung auf der Empore vor dem großen Kirchenfenster als nicht mehr erhaltenswert erschien. Seit 1970 ist sie viel in Betrieb, die letzte Grundreinigung erfolgte vor rund 20 Jahren.

Um die Sanierung der Orgel auf den Weg zu bringen, haben wir ein Gutachten des Landeskirchenmusikdirektors ebenso eingeholt wie eine Bewertung durch den Orgelbauer Philipp Klais. Überrascht und erfreut zugleich waren wir von den Ergebnissen. LKMD Hans-Jürgen Wulf schreibt:

„Im Gesamtergebnis ist diese Orgel für mich in ihrer besonderen Konstruktion und Klanggestalt ein schätzenswertes Instrument, eine zukünftige Denkmalorgel aus der Zeit des neobarock geprägten Orgelbaus. Sie sollte grundsätzlich wie eine sogenannte Historische Orgel behandelt werden, auch wenn uns das im Bezug auf das 20. Jahrhundert oftmals noch fremd ist.“

In ihrer der Klangaussprache und Stimmung förderlichen Bauweise und ihrer ungewöhnlich großen stilistischen Vielfalt klanglicher Effekte hebt sich für ihn die Steinmeyer-Orgel in St. Andreas von vielen anderen Instrumenten aus dieser Zeit ab. Auch die Firma Orgelbau Klais aus Bonn beschreibt unsere Orgel als ein in klanglicher und technischer Hinsicht wichtiges Denkmal, dessen Qualitäten in respektvoller Weise erhalten und dessen Stärken behutsam ausgebaut werden sollten.

Zu gegebener Zeit nach der Sanierung werden wir uns darum bemühen, unsere Orgel tatsächlich als offizielles Denkmal anerkennen zu lassen.

In jedem Fall laden wir Sie schon jetzt herzlich ein, unsere wunderbare Steinmeyer-Orgel in den Gottesdiensten und Konzerten oder bei Orgelführungen kennen zu lernen und erbaulich erklingen zu hören. Schon jetzt freuen wir uns nach Reinigung, Neuintonation und technischer Modernisierung auf einen noch schöneren Klang.

Wir freuen uns über Ihr Spendenengagement

Nach der Einholung von Gutachten und Angeboten ist die Sanierung der Orgel jetzt für 2018 vorgesehen und natürlich mit erheblichen Kosten verbunden. Schon seit einiger Zeit sammeln wir deshalb in der Kollekte am Ausgang der sonntäglichen Gottesdienste für die Orgelsanierung.

Wer als Freund der Kirchenmusik oder als Gemeindemitglied, als Unternehmen oder als Projekte des Gemeinwohls unterstützende Institution die Sanierung finanziell unterstützen möchte – wir freuen uns über kleine und große Spenden, die unmittelbar in den Posten zur Begleichung der Sanierungskosten einfließen werden. Selbstverständlich stellt die Gemeinde St. Andreas auch entsprechende Spendenbescheinigungen aus. Melden Sie sich gerne im Kirchenbüro, bei mir, Pastorin Parra oder Pastor Schoeler!

Hanns-Georg Hanl, Kirchenvorsteher