Der Kirchengemeinderat von St. Andreas.

Drei Hauptamtliche und 13 Ehrenamtliche bilden das Gremium

Kirche und Gemeinde leben davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich nach ihrem Können und Wollen engagieren und aktiv das Gemeindeleben in allen Belangen unterstützen und mit gestalten.

Durch Mitmachen, Mitdenken und Entscheiden, durch Persönlichkeit und das Einbringen von Fähigkeiten und Ideen prägen sie das tägliche Leben und die Zukunft der Gemeinde. Ob sporadisch, in einzelnen Bereichen oder auch als Mitglied des Kirchengemeinderates, sie übernehmen und erfüllen vielfältige Aufgaben.

Im November 2016 wurden die Kirchengemeinderäte in der Nordkirche und damit auch an St. Andreas neu gewählt. Sie werden sechs Jahre im Amt sein und gemeinsam mit PastorInnen als zentrales, demokratisches Leitungsgremium der Gemeinde agieren.

Der Kirchengemeinderat (KGR) ist Impulsgeber und trifft Entscheidungen für die vielen unterschiedlichen Belange der Gemeindearbeit. Der KGR an St. Andreas setzt sich neben Pastorin, Pastor und Gemeindesekretärin aus vierzehn Menschen aus unterschiedlichsten Berufs- und Altersgruppen zusammen, die einmal im Monat zu einer Sitzung zusammen kommen und über die anstehenden Themen diskutieren und entscheiden.

Dazu gehören die Gestaltung der Gottesdienste und der Haushaltsplan ebenso wie die Neubesetzung von offenen Stellen, Beratung über die Konzeption von Gemeindeangeboten, erforderliche Baumaßnahmen und viele andere administrative Anforderungen aus allen Bereichen.

Die KGR-Sitzung im Pastorat

111 Jahre St. Andreas und die Entwicklungen hören zum Glück nicht auf

Aus dem Gemeindebrief 03/2018: Die Gemeinde früher und heute

111 Jahre St. Andreas und die Entwicklungen hören zum Glück nicht auf

Nachdem die Sommerferien 2018 mit einem Ausnahme-Sommer schon wieder vorbei sind, geht es in unserer Gemeinde in einen spannenden Herbst mit vielen Terminen, Veranstaltungen und Vorhaben. Auch der Kirchengemeinderat befasst sich weiterhin mit vielen größeren und kleineren Projekten aus dem baulichen Bereich, die alle gründlich bedacht werden wollen – die Sanierung der Orgel wird wohl 2019 parallel zu einer Renovierung des Kirchinnenraumes erfolgen, um die unumgänglichen Einschränkungen möglichst zu minimieren. In den Räumen der Pfadfinder wird es ebenso Sanierungen geben wie Leckagen in den Abwasserrohren zur Straße und weitere Reparaturen Thema sind. Nach und nach wird es zudem Neugestaltungen der Außenbereiche geben. Diese können wir aus Mitteln der Stiftung St. Andreas bestreiten, für die kürzlich ein neuer, aus Pastor Dr. Kord Schoeler, Pastorin Ute Parra und den Kirchenvorstehern Birgitt Lohmann, Thorsten Binné und H.-G. Hanl bestehender Stiftungsvorstand bestimmt wurde.

In den letzten etwa vier bis fünf Jahren, das mache ich mir selbst immer wieder bewusst, hat es aus unterschiedlichen Gründen in der Gemeinde sehr viel Bewegung und Veränderung gegeben. Zum Teil haben auch sich ändernde Anforderungen von außen Neustrukturierungen erforderlich gemacht, zum Teil aus dem Streben nach Weiterentwicklung und nicht zuletzt auch wegen der Tatsache, dass schlussendlich mit dem Weggang unseres Küsters Herrn Brug in diesem Zeitraum alle hauptamtlichen Stellen an St. Andreas neu besetzt wurden. So gibt es noch viele Pläne, Ideen und Wünsche, wie sich die Gemeinde St. Andreas weiter entwicklen kann. Diese Prozesse werden weitergehen, und das ist gut so, denn sie machen eine lebendige Gemeinde aus, in der sich unterschiedlichste Menschen angesprochen, eingebunden und aufgenommen fühlen können.

Überhaupt sind mir diese Veränderungen und die 111 Jahre, die unsere Kirche nun als Fixpunkt für Glauben und Gemeinde an diesem Ort steht ein Anlass, einen kurzen Blick auf die Historie zu werfen. 1907 erbaut, besaß die ursprüngliche Kirche ein in mehrere Rosetten unterteiltes Hauptfenster und sieben offene Fenster im Altarraum. Der Altarraum und die Emporengalerien mit Holz verkleidet, die Kanzel befand sich an der rechten Seite, die Empore lief in runder Form um drei Seiten des Innenraums.

Nach einem Angriff alliierter Bomber im Sommer 1943 brannte das Kirchenschiff völlig aus. Der Turm trug vergleichsweise geringe Schäden davon. Bei der Wiederinstandsetzung wurden das westliche Rundfenster und drei Altarfenster aus Kostengründen verschlossen wie auch nur die jetzige Empore wieder eingebaut wurde. Der gesamte Innenraum wurde mehr als schnell realisierbare Lösung mit dem jetzt noch vorhandenen Verputz beworfen.

Durch diese Maßnahmen konnte die Kirche schon 1951 wieder hergestellt werden, sie gehörte damit zu den ersten Kirchen Hamburgs, in denen nach dem Krieg wieder Gottesdienste gefeiert wurden. Anfang der siebziger Jahren wurden u. a. die Kanzel auf die linke Seite versetzt und die jetzige Steinmeyer-Orgel installiert.

Die Altar-Kruzifixe und die sechs Kerzenhalter auf dem Hauptaltar wurden von dem Bildhauer Fritz Fleer gestaltet, dessen Skulpturen und Plastiken heute noch das Stadtbild mit bestimmen. Von Ursula Querner-Wellner, die eine Kommilitonin von Fritz Fleer war, stammt der Taufstein. Er zeigt auf der Vorderseite die Geschichte von Noah und seiner Bewahrung während der Sintflut, auf der Rückseite weist die Taube als Symbol des Heiligen Geistes auf die Taufe Jesu hin. Die Taufschale selbst trägt die Symbole des Kreuzes und des Fisches. Das besondere liturgische Gepräge von St. Andreas stammt von dem aus Wien stammenden Pastor Stöckl, der hier um 1940 herum wirkte.

Hanns-Georg Hanl, Kirchenvorsteher
mit Dank an Dr. Derek Vinyard für die Dokumentation der Historie

Die Kirchenvorsteher sind seit Januar 2017:

In alphabetischer Reihenfolge:

  • Thorsten Binné
  • Chris Drawer
  • Sonja Dwersteg
  • Hanns-Georg Hanl
  • Dr. Alf W. Langhein
  • Dr. Nils Langhein, stellvertretender Vorsitzender
  • Stefan Langhein
  • Benet Lehmann
  • Birgitt Lohmann
  • Pastorin Ute Parra
  • Karsten Pagels
  • Larissa Schikarski
  • Pastor Dr. Kord Schoeler, Vorsitzender
  • Beate Szameit
  • Caspar Seiß
  • Dr. Derek Vinyard