Gemeindeleitung

Kirchengemeinden werden von einem von Gemeindemitgliedern gewählten Gremium geleitet, dem Kirchengemeinderat. Diesem gehören Pastorinnen und Pastoren, weitere angestellte Mitarbeitende und hauptsächlich Ehrenamtliche an. Nun kann es wie im Frühjahr 2026 wie in St. Andreas vorkommen, dass dieser Kirchengemeinderat durch den Rücktritt mehrerer Mitglieder nicht mehr beschlussfähig ist.

Damit die Gemeinde weiterhin handlungsfähig bleibt, wird in solchen Fällen durch den Kirchenkreisrat ein Beauftragen-Gremium installiert, das diese Aufgaben übernimmt. Ansprechpartner ist Pastor Dr. Kord Schoeler.

 

 

Aus dem Gemeindebrief 03/2018

111 Jahre St. Andreas : ein kurzer Blick auf die Historie

1907 erbaut, besaß die ursprüngliche Kirche ein in mehrere Rosetten unterteiltes Hauptfenster und sieben offene Fenster im Altarraum. Der Altarraum und die Emporengalerien mit Holz verkleidet, die Kanzel befand sich an der rechten Seite, die Empore lief in runder Form um drei Seiten des Innenraums.

Nach einem Angriff alliierter Bomber im Sommer 1943 brannte das Kirchenschiff völlig aus. Der Turm trug vergleichsweise geringe Schäden davon. Bei der Wiederinstandsetzung wurden das westliche Rundfenster und drei Altarfenster aus Kostengründen verschlossen wie auch nur die jetzige Empore wieder eingebaut wurde. Der gesamte Innenraum wurde mehr als schnell realisierbare Lösung mit dem jetzt noch vorhandenen Verputz beworfen.

Durch diese Maßnahmen konnte die Kirche schon 1951 wiederhergestellt werden, sie gehörte damit zu den ersten Kirchen Hamburgs, in denen nach dem Krieg wieder Gottesdienste gefeiert wurden. Anfang der siebziger Jahren wurden u. a. die Kanzel auf die linke Seite versetzt und die jetzige Steinmeyer-Orgel installiert.

Die Altar-Kruzifixe und die sechs Kerzenhalter auf dem Hauptaltar wurden von dem Bildhauer Fritz Fleer gestaltet, dessen Skulpturen und Plastiken heute noch das Stadtbild mitbestimmen. Von Ursula Querner-Wellner, die eine Kommilitonin von Fritz Fleer war, stammt der Taufstein. Er zeigt auf der Vorderseite die Geschichte von Noah und seiner Bewahrung während der Sintflut, auf der Rückseite weist die Taube als Symbol des Heiligen Geistes auf die Taufe Jesu hin. Die Taufschale selbst trägt die Symbole des Kreuzes und des Fisches. Das besondere liturgische Gepräge von St. Andreas stammt von dem aus Wien stammenden Pastor Stöckl, der hier um 1940 herum wirkte.